Top 3 Speditionen
Nummer 1: Schenker AG
Diese Spedition ist alt und berühmt. Ihren Ursprung hat sie im Hause Schenker. Seit dem Jahr 1872 gibt es das Unternehmen Schenker & Co, das heute eine Tochter der DB Mobility Logistics AG ist. Von dieser Kooperation profitiert das Unternehmen enorm. Da die Bahn über Schienen verfügt, kann Schenker diese natürlich auch nutzen. Transporte werden auf allen möglichen Wegen durchgeführt. Nicht umsonst beschäftigt das Unternehmen mehr als 90.000 Mitarbeiter. Der Umsatz liegt knapp über 15 Milliarden Euro. Doch wie kam es zur Kooperation zwischen Schenker und Bahn? Man muss lange in der Geschichte graben, um den Grund dafür zu finden. Er geht auf das Jahr 1931 zurück. Die damalige Regierung wollte den Frachtverkehr stabilisieren und ein Monopol auf Schienen schaffen. Deshalb übernahm die Deutsche Reichsbahn das Unternehmen Schenker. Bis heute hat sich dieses Verhältnis bezahlt gemacht, da die Konkurrenz relativ klein ist auf diesem Gebiet. Dies ist auf die alten Jahre zurückzuführen, da damals ein Monopol geschaffen wurde. Der gewerbliche Güterverkehr hatte darunter zu leiden. Nach dem Zweiten Weltkrieg folgte eine kleine Krise des Unternehmens. Zahlreiche Niederlassungen wurden geschlossen, die Firma musste sich neu positionieren. Deshalb stieg Schenker in den Luftverkehr ein und verbuchte zu Beginn große Erfolge. Doch durch die steigenden Spritpreise wird dieses Feld immer mehr zum Verlustgebiet und so musste auch die Tochter Bax Global eingestellt werden.
Nummer 2: NYK Logistics
Ein weiterer wichtiger Spediteur ist das japanische Unternehmen Nippon Y?sen. NYK ist vor allem auf die Seebranche spezialisiert und erwirtschaftet dort seinen größten Umsatz. Dieser liegt bei etwa 1,6 Milliarden Euro. Die Gründung erfolgte im Jahr 1885 unter der Leitung des Mitsubishi Konzerns. Mit über 45.000 Mitarbeitern zählt NYK zu den größten Logistikern auf der ganzen Welt. Bis zum Zweiten Weltkrieg unterhielt das Unternehmen Passagierschiffe, die einen zusätzlichen Umsatz bescheren sollten. Die meisten dieser Schiffe sanken oder wurden torpediert. In heutigen Zeiten zeichnet sich das Unternehmen durch seinen strengen Umweltschutz aus. Alle Schiffe verfügen über das Zertifikat ISO 14001, was sonst kaum ein anderer Spediteur aufweisen kann. Für Kunden werden Komplettlösungen angeboten. Es erfolgt nicht nur der Transport von A nach B. Je nach Bedarf ist es möglich, seine Waren zu lagern. Dies kann in verschiedenen Formen geschehen. Sei es am Hafen zur Weiterverarbeitung oder in Lagerhallen - dem Kunden werden keine Wünsche ausgeschlagen. Zusätzlich ermöglicht Nippon Y?sen Container Transporte. Container aller Art werden zum Ziel transportiert. Nicht umsonst ist das Unternehmen im Nikkei 225, dem japanischen Aktienindex, gelistet.
Nummer 3: Willi Betz
Der Spediteur Willi Betz hat seinen Sitz in Reutlingen und verfügt über etwa 6.000 Mitarbeiter. Der Umsatz liegt bei knapp 1 Milliarde Euro. Das Unternehmen zählt als größter Frachtführer in ganz Europa. Nach der Gründung im Jahr 1945 konnte sich Willi Betz an einer wahren Erfolgsgeschichte erfreuen. Alle Deals werden noch immer vom Gründer höchstpersönlich durchgeführt, inzwischen ist jedoch sein Sohn Thomas hinzugekommen. Das Unternehmen ist bevorzugt in Osteuropa tätig und beschäftigt dort viele Mitarbeiter. Ein Erfolgszweig liegt in der Übernahme der bulgarischen Spedition Somat. Doch dadurch ist Betz in Kritik geraten. So soll es zu Korruption und Bestechung gekommen sein. Es wird nicht auf soziale Gerechtigkeit geachtet und Menschen werden ausgebeutet. Deshalb kam es im Jahr 2003 zu einer Untersuchung des Hauptquartiers in Reutlingen, die allerdings erfolglos verlief. In jüngster Zeit wird eine internationale Firmenpolitik verfolgt. Deshalb wurde der Firmensitz von Reutlingen nach St. Gallen verlegt, das in der Schweiz beheimatet ist. Mit diesem Schritt soll die Zentrale gestärkt werden, um den Markt besser dominieren zu können. Ob dieses Vorgehen klappt, wird die Zukunft zeigen. Die Fäden für dieses Vorhaben hält Thomas Betz in Händen - der Sohn von Gründer Willi.